Wegen Corona: Kondomabsatz in Deutschland steigt deutlich

Hohe Nachfrage nach Ritex Kondomen während Corona-Krise

Angesichts der Corona-Krise horten die Deutschen Mehl und Klopapier. Und neuerdings auch Kondome. Das Motto lautet also: Mit erotischer Zweisamkeit gegen die Langeweile des ‚Social Distancing‘. Wie sehr sich der Kondomabsatz gesteigert hat, berichtet ein hiesiger Hersteller.

Lies auch: Trotz Corona: Wie Teile der Erotikbranche von der Krise profitieren 

Kondomabsatz doppelt so hoch wie vor einem Jahr

Die Corona-Krise hat das Land voll im Griff. Aus Angst vor Quarantäne tätigen immer mehr Menschen Hamsterkäufe – vor allem von Mehl, Nudeln und Klopapier. Doch wer sich zu Hause nicht alleine, sondern zusammen mit seinem Partner isolieren muss, sorgt darüber hinaus für Momente intimer Zweisamkeit vor – und zwar mit Kondomen. Der Absatz auf dem Kondom-Markt ist in Deutschland in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen.

Die Ritex GmbH, deutscher Hersteller und Vertrieb von Kondomen und Gleitmitteln, verzeichnet im aktuellen Monat eine fast doppelt so hohe Nachfrage wie zur gleichen Zeit im vorherigen Jahr. Robert Richter, Geschäftsführer der Ritex GmbH, berichtet: „Wir sehen hier sicherlich Vorratskäufe, um auch bei denkbaren Versorgungsengpässen nicht auf intime Zweisamkeit verzichten zu müssen.“ Allerdings könne er Lieferengpässe ausschließen. Da die Ware ausschließlich in Deutschland produziert werde, sei man nicht von Zulieferern aus dem Ausland abhängig. Außerdem habe man ausreichend Bestände auf Lager.

Lies auch: Corona-Krise im Sexgewerbe: Bordelle machen dicht 

Ritex-Kampagne ‚get closer‘ soll angepasst werden

Richter weist darauf hin, dass man bei der Produktion von Kondomen die höchsten Hygienestandards einhalte. Trotz der aktuellen Situation müssten sich die Kunden diesbezüglich keine Sorgen machen.

„Wir sind sehr froh, dass wir in Zeiten von ‚Social Distancing‘ unseren Teil dazu beitragen können, dass zumindest auf intime und leidenschaftliche Momente nicht verzichtet werden muss“, erklärt Elena Reimer, Pressesprecherin bei Ritex. Dass das keine leeren Worthülsen sind, möchte man mit einer überarbeiteten ‚get closer‘ Kampagne zeigen. Man wolle diese an die momentane Lage anpassen. Bis wann das geschieht, bleibt abzuwarten.

Scroll to Top