Multiple Orgasmen: Als Mann mehrmals zum Höhepunkt kommen

Multipler Orgasmus beim Mann

Multiple Orgasmen sind nur Frauen vorbehalten? Nein, auch Männer können in den Genuss mehrerer Höhepunkte kommen.

Wir zeigen, mit welchen Techniken ein Mann mehrmals kommen kann und was es dabei mit dem sogenannten Jen-Mo-Punkt auf sich hat.

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Was ist ein multipler Orgasmus?

Ein multipler Höhepunkt zeichnet sich dadurch aus, dass man beim Sex mehrere Orgasmen erlebt.

Der Begriff beschreibt in erster Linie direkt aufeinanderfolgende Höhepunkte, bei denen die Erregung konstant aufrechterhalten bleibt. In seltenen Fällen sind damit auch über kurze Zeitabschnitte voneinander getrennte Orgasmen gemeint, für die jeweils neue Lust geschaffen werden muss.

Im Video: Multiple Orgasmen: Wie kommt Mann gleich mehrfach zum Orgasmus?


Frauen und der Mehrfach-Orgasmus

Das Phänomen des multiplen Höhepunkts wird vor allem Frauen zugeschrieben. Grund dafür dürfte eine Unterteilung von Frauen in zwei Orgasmus-Typen sein:

1. Peak-Typ

Bei diesen Damen tritt der Höhepunkt meist plötzlich ein und ist nur von kurzer Dauer. Die Erregung fällt danach rasch ab und das Sex-Verlangen ist erstmal gestillt.

2. Plateau-Typ

Frauen dieser Ausprägung haben eine langanhaltende Erektion auf hohem Niveau, erleben ihren Höhepunkt besonders lange und meist ist es für sie nicht mit einem Orgasmus getan.

Die Chance auf mehrere Höhepunkte hintereinander ist bei Damen, die sich dem Plateau-Typ zuordnen, sehr groß. Multiple Orgasmen sind aber keine reine Frauensache, sondern auch bei Männern möglich.

Funktionsweise des Multi-Orgasmus beim Mann

Um die Funktionsweise von multiplen Orgasmen beim Mann zu verstehen, unterscheidet die Medizin zwischen Ejakulation und Orgasmus.

Bei den meisten Männern tritt beim Höhepunkt zugleich die Ejakulation ein. Beides kann jedoch voneinander getrennt ablaufen. Ein Beispiel dafür sind Jungs, die noch nicht geschlechtsreif sind. Ihr Körper produziert noch keine Samenflüssigkeit zum Ejakulieren, einen Orgasmus können sie trotzdem erleben.

Mehrere Orgasmen

Bei geschlechtsreifen Männern braucht der Körper nach jeder Ejakulation einige Zeit, um Sperma für ein weiteres Mal Abspritzen zu produzieren. Laut Wissenschaftlern ist der mit der Ejakulation verbundene Anstieg des Hormons Prolaktin für diese Zwangspause verantwortlich.

Spritzt man also mit jedem Orgasmus sein Sperma ab, muss man sich für den nächsten Höhepunkt gedulden, bis der Körper ausreichend Material für die nächste Ejakulation gesammelt hat.

Ein Orgasmus ist dagegen Sache des Hirns. Männer können ihn mehrfach hintereinander haben – ohne Pausen.

Was heißt das?

Möchten Männer multiple Orgasmen erleben, müssen sie auf einen damit einhergehenden Samenerguss verzichten oder ihn besonders lange hinauszögern.

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Training für den Mehrfachorgasmus

Wir zeigen 6 Techniken, mit denen ein Mann seine Fähigkeit zum multiplen Orgasmus trainieren kann.

1. Beckenboden stärken

Ein starker PC-Muskel kann dabei helfen, den Zeitpunkt der Ejakulation zu kontrollieren bzw. zu verzögern. Wie findet man ihn? Ganz einfach: Beim Pinkeln hält man für ein paar Sekunden den Urinstrahl an – der Muskel, der dabei angespannt wird, ist der PC-Muskel.

Der PC-Muskel sollte mehrmals täglich ca. 20 Mal hintereinander für jeweils 3 Sekunden angespannt werden.

Eine andere gute Beckenboden-Übung ist das kurze, aber häufige Zusammenkneifen der Pobacken. Zu Beginn sollte man den Po etwa 30 Mal pro Tag und mit der Zeit häufiger zusammenpressen.

2. Penis-Krafttraining

Die Ausdauer beim Sex lässt sich auch durch gezieltes Krafttraining des Glieds steigern. Zu Beginn kann man einfach ein Papiertuch auf den erigierten Penis legen und es mit Hilfe der Beckenbodenmuskulatur auf und ab bewegen. Eine Steigerung wäre bspw. das Anheben eines Seifenlappens – mit etwas Übung kann er sogar nass sein.

3. Start-Stopp-Technik

Länger durchhalten beim SexDie Start-Stopp-Methode zählt zu den bekanntesten Techniken, um das Durchhaltevermögen beim Sex zu trainieren.

Das Glied wird bis zum „Point of No Return“ stimuliert – also dem Zeitpunkt kurz vorm Samenerguss. Dann wird die Stimulation abrupt gestoppt. Lässt die Erektion nach, kann der Penis erneut stimuliert werden. Dieses „Stoppen und Starten“-Spiel wiederholt man ein paar Mal, ehe man abspritzt. Die regelmäßige Ausführung dieser Methode führt zur besseren Kontrolle über die Ejakulation.

4. Squeeze-Technik

Vom Prinzip her ist der Squeeze-Griff der Start-Stopp-Technik ähnlich. Kurz vor der Ejakulation drückt die Partnerin mit ihrem Daumen auf die Eichel – so lange, bis der Drang zum Abspritzen vergeht. Anschließend kann das Glied wieder stimuliert werden. Die Squeeze-Methode lässt sich mehrmals hintereinander wiederholen, ehe man das Abspritzen zulässt.

5. Hodensack ziehen

Die Ejakulation kann durch einen sanften Zug am Hoden hinausgezögert werden. Einfach den Hodensack umgreifen und leicht nach unten ziehen. Diesen Part kann natürlich auch die Partnerin übernehmen. Nach etwa 15 Sekunden Runterziehen sollte der Penis weniger empfindlich sein, sodass der Sex weitergehen kann.

6. Carezza-Fick

Carezza wird eine Form des Geschlechtsverkehrs bezeichnet, bei der der Mann seinen Penis während der Penetration kaum bewegt. Nach dem Eindringen in die Scheide ist der Sex von langsamen, wenigen Stößen geprägt. Durch das langsame Tempo ist eine verlängerte Lustphase möglich, in der sich mehrere Orgasmen ohne Samenerguss erleben lassen. Erst gegen Ende wird das Tempo erhöht und ein intensiver Höhepunkt mit Ejakulation krönt den Abschluss.

Die 6 aufgezeigten Trainings-Techniken zielen auf das Hinauszögern der Ejakulation, um in der verlängerten Sex-Zeit „trockene“ Orgasmen erleben zu können. Es gibt aber auch eine andere Option, den multiplen Orgasmus beim Mann zu ermöglichen – mit Hilfe des Jen-Mo-Points.

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Injakulation durch Druck auf den Jen-Mo-Punkt

Der Jen-Mo-Punkt wird auch als Million Dollar Punkt bezeichnet und befindet sich in der Mitte des PC-Muskels. Drückt man ihn kurz vor der Ejakulation, wird der Spritzkanal der Prostata verengt und dadurch die sogenannte Injakulation erreicht. Hierbei wird das Sperma von der Prostata zurückgesogen und resorbiert, die Erregung bleibt aufrechterhalten.

Multiple Orgasmen beim Mann

Dar Samenerguss bleibt durch den Druck also aus, während Orgasmen stattfinden können.

Wo kann man den Jen-Mo-Punkt finden?

Den Jen-Mo-Point kann man zwischen Hoden und Anus finden. Der Punkt wird mit dem Finger erfühlt – einfach den Damm abtasten und nach einer kleinen Vertiefung suchen.

Es macht Sinn, den Punkt bereits vor dem Sex einmal lokalisiert zu haben. Das Vorspiel eignet sich bestens für eine Probeerkundung.

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Beim Sex mehrfach abspritzen

Ein multipler Orgasmus ist für manchen Mann automatisch mit mehrfachem Ejakulieren während dem Geschlechtsverkehr verbunden. Doch dazu sind Männer körperlich nicht in der Lage.

Nach dem Samenerguss setzt die Refraktärzeit ein. In dieser Phase können Männer keine weitere Erektion bekommen. Das Glied ist dann sehr berührungsempfindlich, das Hormon Adrenalin fällt rapide ab und die sexuelle Spannung geht verloren.

Die Refraktärzeit dauert ca. 20 Minuten – sie verlängert sich mit zunehmendem Alter. Danach ist der Mann erholt und kann ein weiteres Mal zur Ejakulation hinarbeiten.

Wer also mehrmals abspritzen möchte, muss auch mehrere Runden Sex einläuten. Man kann sich darum bemühen, während der Refraktärzeit eine erotische Stimmung aufrechtzuerhalten. Durch Dirty Talk, Kuscheln oder andere Zärtlichkeiten kann die Phase so überbrückt werden, dass sie nicht als Zwangspause auffällt.

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Fazit: Auch Männer können multiple Orgasmen habe

Ein Mann hat drei Möglichkeiten, in den Genuss von multiplen Höhepunkten zu kommen.

Jen-Mo-PunktOption eins bedeutet Training. Durch Methoden wie die Stärkung des PC-Muskels lässt sich der Samenerguss verzögern und die Sex-Dauer verlängern, um mehrere Orgasmen zu erleben.

Die zweite Möglichkeit ist das Aufhalten der Ejakulation durch Druck auf den Jen-Mo-Punkt.

Option drei zielt auf mehrere Orgasmen in Verbindung mit mehrfacher Ejakulation. Um mehrfach hintereinander abzuspritzen, kann die Refraktärzeit kurzgehalten und so gestaltet werden, dass die nächste Erektion schnell wieder erreicht wird.

Welche der drei Optionen die beste ist, muss jeder Mann für sich selbst ausprobieren. Orgasmen, auch multiple, werden schließlich von jedem individuell wahrgenommen und letztlich gleicht kein Höhepunkt dem anderen.

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