Deutscher Juristinnenbund: Das Sexkaufverbot löst die aktuellen Probleme nicht

Prostituierte auf dem Strassenstrich

Anlässlich des Internationalen Hurentages am 2. Juni 2020 mahnt der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb), die Corona-Pandemie nicht zum Anlass zu nehmen Stigmatisierung und Diskriminierung von in der Prostitution tätigen Menschen zu verstärken und diese zu beenden.

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„Die in der Pandemiezeit erforderlichen Einschränkungen sollten nicht zum Anlass genommen werden, ein generelles Sexkaufverbot in Deutschland einzuführen“, fordert Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin des djb. Dieses sei verfassungsrechtlich problematisch und löse in der aktuellen Situation keines der bestehenden Probleme. „Die Krise trifft viele ehemals in der Prostitution tätige Menschen mit voller Wucht. Statt Symbolpolitik zu fordern, gilt es nun, existenzielle Not und Obdachlosigkeit abzuwenden“, so die Präsidentin des djb. Die bestehenden Unterstützungsnetzwerke müssten ausgebaut und der Situation angepasst werden. Sie betont: „Es ist sicherzustellen, dass der Zugang zu Sozialleistungen, Gesundheitsversorgung und Unterbringung diskriminierungsfrei gewährleistet ist.“

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